Was machen Adler und Fisch auf einem Wappen?

Viele Zündorfer werden sich fragen: Was ist eigentlich auf dem Wappen abgebildet? Oben sieht man einen Adler, im unteren Teil zwei übereinander stehende Fische. Außerdem zwei Büffelhörner, zwischen denen ebenfalls ein Adler abgebildet ist. Aber was bedeutet diese Symbolik? Den historischen Hintergrund zu dem Wappen findet man in dem Buch zur Ortsgeschichte "1000 Jahre Zündorf am Rhein".

Wappen waren im 13. Jahrhundert notwendig geworden, weil durch die vollständige Verhüllung von Rittern und Pferden nicht mehr zu erkennen war, ob man Freund oder Feind vor sich hatte. Da Kämpfe in dieser Zeit meist für zumindest einen der Streiter tödlich ausgingen, musste eine Identifizierungsmöglichkeit geschaffen werden, damit man nicht den falschen herausforderte.

Also legte sich jeder Ritter ein Wappen und eine besondere Helmzier zu. Dieses Wappen wurde dann auch ins Siegel übernommen, mit dem Schriftsätze damals "unterschrieben", also besiegelt wurden.

Erstmals in der Mitte des 12. Jahrhunderts werden die Ritter "von Zudendorp" erwähnt. Einer von ihnen mit Namen Henrich "von Zudendorp" siegelte im Jahr 1379 eine Urkunde mit seinem Wappen, einem quer geteilten Schild, das im Oberwinkel einen Adler mit offenen Flügeln zeigt. Dieser Adler ist ebenso auf dem Helm zwischen zwei Büffelhörnern zu sehen.
Bereits um 1330 wurde ein Gerhard “van Zudendorp” vom Kloster St. Maria im Capitol zu Köln mit einem Hof zu Fischenich belehnt. Gerhard van Zudendorp ergänzte seinen Namen daher zu "van Zudendorp gen. Fischenich". Da das Wappen der Fischenich einen Querbalken und darüber einen Fisch zeigte, wählte er zur Unterscheidung zwei übereinanderstehende Fische.
Aus diesen beiden Wappen wurde nun das vorliegende Wappen von Zündorf gebildet, das sich auf der Fahne wiederfindet.

Karl H. Boley


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