1008 - 2008
01. März 1008: Der Erzbischof Heribert (*970, 999 Erzbischof in Köln, +1021) schenkt dem Kloster St. Maria, das er 1002/1003 in Deutz gegründet hat, die halbe Kirche zu Oberzündorf. 15. Dez. 1256: Bei Zündorf treffen sich die Kurfürsten Pfalzgraf Ludwig, Erzbischof v. Mainz und Konrad v. Hochstaden (*um 1205, 1238 Erzbischof von Köln, legt 1248 den Grundstein des Domes, führt 1259 das Stapelrecht ein, +1261 in Köln) mit den Gesandten von Richard Graf v. Cornwall (Bruder d. engl. Königs Heinrich III.), um dessen Wahl zum römischen König (1257-72) zu vereinbaren. Wahrscheinlich traf man sich im Wehrturm, da der Turm damals noch außerhalb Zündorfs lag und die Herren v. Zündorf engste Beziehungen zum engl. Königshaus unterhielten. Nach der Wahl wurden über 6.500 kg Silber an diese Kurfürsten vom engl. Königshaus gezahlt - eine Lizenz zum Geld drucken,, ca. 5 Mio. Kölner Pfennige zu 1,3 g Silber.

In der letzten Zeile, 2. und 3. Wort, steht
"apud zudendorp" (bei Zündorf), angehängt
das Siegel des Erzbischofs.
In der 2. Zeile, 3.Wort, ist der Name
"udindorph" (=Zündorf) zu erkennen.
In der 2. Zeile steht "Aylken van Broicke", in
der 4."dem Torne (Turm) gelegen zu Zudendorp".

13. Jan. 1380: In der Urkunde wird die Ehe Ludwigs v. Zündorf mit Aylken van Broicke dokumentiert, die eine genaue Aufstellung beinhaltet, was er noch zusätzlich zum Turm in die Ehe mit einbringt. Mitgesiegelt haben Wilhelm v. Jülich (Graf v. Berg und v. Ravensberg, sein Herr), Gotschalck van Burenkusen (sein Schwiegervater), die Herren Rabodo van Losen und Willhem Stail (Ritter), sowie Maes van Losen genannt van Troistorp, sein Freund. Natürlich ist der Ort noch älter, aber dieses Schenkungsdatum ist Grund, die 1000-jährige Geschichte Zündorfs zu feiern.

Heinz R. Steinmetz


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