Grußwort des Oberbürgermeisters Fritz Schramma

Liebe Zündorferinnen und Zündorfer, liebe Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil Porz, wir Kölnerinnen und Kölner identifizieren uns deutlich stärker mit unserer Stadt als Menschen in anderen Kommunen. Doch die Rheinmetropole lebt nicht nur im Zentrum, sondern vor allem und insbesondere in den Veedeln und einzelnen Stadtteilen.
Die älteste Nachricht, auf die sich der Stadtteil Zündorf in diesem Jahr bei der Feier der tausendsten Wiederkehr seiner Ersterwähnung berufen kann, stammt aus einer heute im Stadtarchiv verwahrten Urkunde (HAStK, Bestand 1, Nr. 5). Am 1. März 1008 schenkte der Kölner Erzbischof Heribert dem fünf Jahre zuvor von ihm gegründeten Kloster in Deutz Grundbesitz, Einkünfte und Rechte der Kirche St. Martin in Oberzündorf. Er selbst hatte diese durch eine Erbschaft der Witwe Eveza erhalten.
Das Jahr 1008 ist aber nur das Jahr der Ersterwähnung. Die Besiedlung reicht, das zeigen Funde bei der Kirche St. Michael in Niederzündorf, bis in römische Zeiten zurück.
Ein karolingisches Schrankenfragment und Grabsteine des 10. Jahrhunderts zeugen davon, dass sich schon lange vor der Ersterwähnung gemeindliches Leben in Zündorf entwickelt hatte.
Ein gemeindliches Leben, das die Stadt Köln auch heute bei einer schwierigen Haushaltslage und ihrer Verantwortung für die einzelnen Kölner Stadtteile nicht vergisst. Angefangen bei einem verbesserten Hochwasserschutz in Ihrem Stadtteil, denn das Schutzziel beträgt seit mehr als zwei Jahren 10,70 m Kölner Pegel, bis hin zur Sanierung der Schulen Heerstr., Irisweg und Schmittgasse. Gerade Letzteres ist mir in meiner Funktion als Oberbürgermeister, aber auch als ehemaliger Lehrer und als Vater ein großes Anliegen, weshalb ich schon zu Beginn meiner Amtszeit die Sanierung der Schulen zu einem besonderen Schwerpunkt gemacht habe.
Besonders in einer Großstadt wie Köln ist es enorm wichtig Kindern und Jugendlichen Freiräume zu schaffen und zu erhalten, in denen sie sich ungezwungen bewegen können. Ein solcher Freiraum ist sicherlich vorrangig der Spielplatz. Da die Stadt Köln nicht ständig auf allen Kölner Spielplätzen präsent sein kann, ist sie ganz besonders auf die Mithilfe von Bürgerinnen und Bürgern angewiesen, die vor Ort Einfluss nehmen und auftretende Probleme in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung lösen. Stellvertretend für die Spielplatzpaten, die zehn der zwölf öffentlichen Spielplätze in Zündorf betreuen, danke ich den Spielplatzpatinnen des Spielplatzes "An der Groov". Auch ihnen ist es zu verdanken, dass der größte Spielplatz in Zündorf gerade umgestaltet und damit attraktiver gemacht werden konnte.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, sei es als Einzelperson oder im Verein oder in einer Initiative, engagieren sich in Zündorf freiwillig und unentgeltlich, was ich sehr zu schätzen weiß. Ein Zündorfer, der sich seit Jahrzehnten in besonderer Weise für unsere Vaterstadt und früher schon für die Stadt Porz ehrenamtlich engagiert, ist Bürgermeister Josef Müller. Neben den Kölner Interessen hat er immer auch das Wohl von Zündorf und seiner "Groov" im Blick. Als einer der Gründungsväter des Porzer Inselfestes kann er zu Recht stolz darauf sein, dass es seit nun mehr als 30 Jahren mit großem Erfolg veranstaltet wird.

Seit nunmehr acht Jahren ist er Bürgermeister und mein erster Stellvertreter
- und das mit Elan, Nachdruck und Entschlusskraft und dem Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit.

All diese Themen geben nur einen kurzen Einblick in das Leben eines Stadtteils, das in diesem Jahr sein 1000-jähriges Bestehen feiert. Zu diesem stolzen Jubiläum gratuliere ich allen Zündorferinnen und Zündorfern auf das Herzlichste. Viele ehrenamtlich Engagierte haben dafür gesorgt, dass Sie eine schöne Festveranstaltung feiern können. Besonders herzlich und stellvertretend für alle Helferinnen und Helfer möchte ich daher den Mitgliedern des "Organisations-Teams 1000 Jahre Zündorf" danken. Menschen wie sie sind der größte Schatz unserer Stadt, denn sie machen das Wohnen und Leben in den Veedeln schöner und lebenswerter.

Mögen die Jubiläumsfesttage ein großer Erfolg werden und Ihnen allen viel Freude bereiten.

Ihr
Fritz Schramma
Oberbürgermeister der Stadt Köln


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